Im Berner Schulhaus Wylergut verwendeten 1949 die beiden sozialistischen Künstler Eugen Jordi und Emil Zbinden rassistische Stereotype, die damals auch von der europäischen Linken geteilt wurden. Die Stadt Bern hat 2019 einen Wettbewerb zum Umgang mit diesem Wandbild ausgeschrieben. Mit unserem Gewinnerprojekt «Das Wandbild muss weg!» moderieren wir die konservatorische Entfernung des Wandbildes – inklusive den von Unbekannten im Sommer 2020 vorgenommenen Übermalungen der rassistischen Bildteile – und seine zeitgenössische Vermittlung im Museum. Pädagogische Formate und öffentliche Anlässe ergänzen das Projekt. Ziel des transdisziplinären Vorhabens ist eine gesellschaftsübergreifende Debatte zum schweizerischen Kulturerbe der Kolonialzeit, eine Reflexion des Nachwirkens von Rassismus in der Gegenwart und ein Beitrag zur zeitgenössischen Erinnerungskultur: Was ist für wen in dieser Stadt «erhaltenswert»? Wer definiert, was als erhaltenswertes Kulturerbe gilt? Wessen Kulturerbe bleibt von dieser Definition ausgeschlossen? Wie hängt die koloniale Vergangenheit mit einer postkolonialen Gegenwart zusammen?

Foto: Attila Janes

 

Was geschieht gerade?

23. April 2021

Tobias Hotz (Konservator / Restaurator) und Alicia Ledergerber (Masterstudierende Konservierung und Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern HKB) nehmen eine Sondierungsbohrung vor, um die Beschaffenheit des Untergrundes des Wandbilds festzustellen.

 

Verein Das Wandbild muss weg!

Fatima Moumouni

Vera Ryser 

Bernhard C. Schär

Angela Wittwer

E-Mail 

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Beteiligung Wettbewerbseingabe und Projektentwicklung:

Ashkira Darman

Wir werden unterstützt von

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