15. Oktober 2021, 20.30 – 22 Uhr 

Fatima Moumouni und Bernhard C. Schär vom Projektteam reagieren auf Einladung von The Exotic (Chonja Lee, Noémie Etinne, Patricia Simon, Etienne Wismer) und Grand Palais auf Kritik zu unserem Projekt, die in der Tageszeitung Der Bund, im Tages-Anzeiger und auf Journal B publiziert wurde. Unterstützt werden sie von Izabel Barros und Mardoché Kabengele. Dennis Schwabenland liest Originalzitate aus den Medienberichten und Kommentaren.

Reaktion auf: Rassismusalarm im Schulhaus – Das N-Wort an der Wand von Michael Marti, Tages-Anzeiger vom 3. September 2020 (zum PDF des Artikels

Reaktion auf: Das Wandbild muss weg! – Nein! von Hans Witschi, Der Bund vom 3. April 2021 (zum PDF des Artikels)

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M wie Mauritius, N wie Negieren?!

Veranstaltung am 15. Oktober im Grand Palais Bern

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Workshop

Workshop des Projektteams mit dem Team Bernisches Historisches Museum, 17. September 2021

17. September 2021

Das Projektteam trifft sich mit den Gästen Esther Poppe (Künstlerin und Vermittlerin) und Izabel Barros (Historikerin, intersektionale, dekoloniale Aktivistin) mit dem Team vom Bernischen Historischen Museum – Aline Minder (Leitung Bildung & Vermittlung, Ausstellungskuratorin Gegenwart), Anna-Pierina Gozendi (Mitarbeit Gegenwartskuration) und Samuel Bachmann (Kurator Afrikasammlung) – zu einem Workshop mit dem Ziel, gemeinsam über Möglichkeiten einer Kontextualisierung des Wandbildes im Museum nachzudenken.

Auf dem Helvetiaplatz vor dem Bernischen Historischen Museum lud Izabel Barros zu einer «Lugar de Fala». In diesem Setting leitete sie jede_n Workshopteilnehmer_in an, sich mit einem oder mehreren Gegenständen vorzustellen und mit diesen Gegenständen die eigene Position im dekolonialen Projekt zu situieren. Auf dem anschliessenden Spaziergang ins Museum spielte Barros eine Tonaufnahme der Präsentation von Tracy September für die Blackbox im Sommer 2021 am Helvetiaplatz in Bern ab. Septembers Beitrag enthielt wiederum Tonaufnahmen einer Demo gegen Polizeigewalt in Nigeria (#EndSarsNow, 23. Oktober 2020), die sie mit der Lesung einer von ihr umgeschriebenen Passage der Statuten der Schweizerischen Gesellschaft von 1766 mischte. Die Lesung des Texts stammt von Nongoma Ndlovu und Laura Flores.

Vor dem Gemäldezyklus von Albrecht Kauw (1670) im Untergeschoss des Museums hielt Bernhard C. Schär einen Input zur Frage, wie sich Berns Integration in die imperialistische Moderne ab ca. 1500 heute in der Dauerausstellung des BHM präsentiert und welche Potentiale und Erwartungen sich daraus für eine Ausstellung zum «Wandbild» ergeben. (Zum Handout)

Aline Minder und Anna-Pierina Gozendi gaben einen Einblick in die Planung des Vermittlungsprogramms der nächsten Jahre und das Vorhaben des Museums, die bestehenden Dauerausstellungen in partizipativen Prozessen zu analysieren und zu befragen, bis zum Moment, wo sie ausgeräumt werden und einem Vermittlungsformat Raum geben, das aktuelle Fragen von Rassismus und der kolonialen Geschichte Berns ins Zentrum rückt. Samuel Bachmann informierte zu einem laufenden Provenienzforschungsprojekten und den Herausforderungen für die Afrikanische Sammlung des Museums.

Esther Poppe stellte – basierend auf dem Buch Das Museum verlernen (Hg. Weltkulturen Museum Frankfurt) und der Beschreibung von Erfahrungen aus den von ihr mitentwickelten Workshops «Störbilder» – die Frage ins Zentrum, wie konfliktbehaftetes Kulturgut im Museum «vermittelt» werden kann und soll. Worauf verweisen konfliktbehaftete Objekte: auf sich selbst, auf ihre «Herkunft», auf (post-)koloniale Strukturen und Deutungsmuster in Europa?

WorkshopDoku
00:00 / 22:42

11. Juni 2021

Grünes Licht fürs Projekt: Die Kultur Stadt Bern vergibt dem Projektteam den Auftrag, das Vorhaben auszuführen. 

Auftragsvergabe

23. April 2021

Tobias Hotz (Konservator / Restaurator) und Alicia Ledergerber (Masterstudierende Konservierung und Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern HKB) nehmen eine Sondierungsbohrung vor, um die Beschaffenheit des Untergrundes des Wandbilds festzustellen.

Das Projektteam und die Mitarbeitende sowie der Direktor des Bernischen Historischen Museums kommen zu einem ersten Treffen vor dem Wandbild zusammen. 

20. März 2021

Wir stellen unser Projektvorhaben der Öffentlichkeit an der Aktionswoche gegen Rassismus in Bern vor. 

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19. März 2021

Es erscheinen die ersten Medienberichte (siehe Medienspiegel und Reaktionen).

18. März 2021
Die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bern hat auf Empfehlung einer Fachjury hin unser Vorhaben zum Siegerprojekt ihres Wettbewerbs gekürt und informiert die Medien über den Wettbewerbsentscheid.

16. März 2021
Die teilnehmenden Teams des Wettbewerbs der Stadt Bern werden über den Wettbewerbsgewinn von ‹Das Wandbild muss weg!› informiert. Auch den Bericht der Jury stellt die Stadt den Teams zur Verfügung. 
Zum vollständigen Bericht der Jury zu unserer WettbewerbseingabeBeteiligung Eingabe: Ashkira Darman